Einleitung – Displaytechnologien auf Komponentenebene verstehen
Die Wahl der Display-Technologie hat weitreichende Auswirkungen auf die Systemleistung, die Zuverlässigkeit und die Gesamtbetriebskosten – insbesondere in den Bereichen industrielle Automatisierung, medizinische Bildgebung, Unternehmens-IT-Infrastruktur und eingebettete Systeme. Dennoch herrscht nach wie vor grundlegende Verwirrung: Was eigentlich Was ist der Unterschied zwischen LCD, TFT und CRT?
Der entscheidende Unterschied, den jeder Ingenieur und jeder Beschaffungsfachmann verstehen muss, ist folgender: LCD (Liquid Crystal Display) ist eine weit gefasste Kategorie, während TFT (Thin Film Transistor) eine spezifische, leistungsstarke Variante innerhalb dieser Kategorie darstellt. Alle TFT-Displays sind LCDs, aber nicht alle LCDs sind TFTs. Die Nicht-TFT-Varianten – Passivmatrix-LCDs wie STN (Super Twisted Nematic) – weisen lange Reaktionszeiten, Übersprechen und eine eingeschränkte Bildqualität auf, wodurch sie für die meisten technischen Anwendungen und industrielle Anwendungen.
CRT (Kathodenstrahlröhre) steht unterdessen für die analoge Alttechnologie, die das 20. Jahrhundert geprägt hat. Obwohl die Serienproduktion längst eingestellt wurde, kommen CRT-Displays nach wie vor in Altsystemen zum Einsatz – in veralteten CNC-Maschinen, militärischen Radarterminals und bestimmten medizinischen Geräten –, was von Ingenieuren ein Verständnis sowohl für deren Ersatzstrategien als auch für ihre nach wie vor bestehenden technischen Vorteile erfordert.
Dieser Artikel bietet einen Umfassender Vergleich der technischen Spezifikationen über das gesamte Spektrum der Display-Parameter hinweg: Helligkeit, Kontrastverhältnis, Farbtiefe, Reaktionszeit, Betrachtungswinkel, Auflösungsverhalten, Stromverbrauch, elektromagnetische Verträglichkeit und Umgebungstoleranz. Jede Angabe basiert auf technischen Daten und stammt aus maßgeblichen Fachquellen.

Abschnitt 1 – Grundlagen der Display-Technologie: So funktionieren die einzelnen Technologien
CRT (Kathodenstrahlröhre): Das analoge Elektronenstrahlsystem
Eine CRT ist im Wesentlichen eine versiegelte Vakuumröhre, die an ihrem Hals eine Elektronenkanone und an ihrer Vorderseite einen mit Leuchtstoff beschichteten Bildschirm enthält. Der Betriebsablauf ist wie folgt:
- Eine Kathode wird erhitzt, um durch thermionische Emission Elektronen freizusetzen.
- Die Elektronen werden durch eine Hochspannungsanode (typischerweise >20 kV) in Richtung des Bildschirms beschleunigt.
- Ablenkspulen lenken den Elektronenstrahl horizontal und vertikal in einem Rasterabtastmuster
- Der Strahl trifft auf Leuchtstoffpunkte auf der Innenseite des Bildschirms, wodurch diese Licht aussenden.
Farb-CRTs verwenden drei separate Elektronenkanonen—jeweils eine für rote, grüne und blaue Leuchtstoffe. Eine Schattenmaske oder ein Blendenraster sorgt dafür, dass jede Kanone nur die ihr zugeordnete Leuchtstofffarbe ansteuert. Das Bild wird Zeile für Zeile aufgebaut, wobei der Elektronenstrahl den gesamten Bildschirm 50–160 Mal pro Sekunde abtastet (vertikale Bildwiederholfrequenz).
Wichtige technische Parameter:
- Videobandbreite: 110–205 MHz, wobei die maximale Kombination aus Auflösung und Bildwiederholfrequenz ermittelt wird, die der CRT-Bildschirm unterstützen kann
- Punktabstand / Gitterabstand: 0,21–0,27 mm, was die theoretischen Auflösungsgrenzen bestimmt
- Abtastverfahren: Progressiv (alle Zeilen werden nacheinander gezeichnet) oder Zeilensprungverfahren (abwechselnd ungerade und gerade Halbbilder)
LCD (Liquid Crystal Display) – Die allgemeine Kategorie der elektrooptischen Anzeigen
Die LCD-Technologie basiert auf den elektrooptischen Eigenschaften von Flüssigkristallmolekülen. Bei einem typischen transmissiven LCD:
- A Hintergrundbeleuchtung (früher CCFL, heute überwiegend LED) sorgt für eine gleichmäßige Lichtquelle
- Licht durchdringt ein Polarisator, wodurch es linear polarisiert wird
- Das polarisierte Licht durchläuft eine Flüssigkristallschicht
- An den Flüssigkristall angelegte Spannung bewirkt, dass sich Moleküle verdrehen, wodurch sich die Polarisationsebene dreht
- Eine zweite Polarisator (Analysator) blockiert oder lässt Licht je nach Polarisationszustand durch
- A Farbfilterarray (RGB-Streifen) weist jedem Subpixel eine Farbe zu
Die Kategorie der LCD-Displays lässt sich in zwei grundlegende Klassen unterteilen:
| Klasse | Technologie | Merkmale |
|---|---|---|
| Passive Matrix | STN (Super Twisted Nematic), DSTN | Zeilen-/Spaltenelektroden steuern die Pixel an; langsame Reaktionszeit (150–300 ms); Übersprechen zwischen benachbarten Pixeln; schlechte Bildqualität |
| Aktivmatrix | TFT-LCD | Jedes Pixel verfügt über einen eigenen Dünnschichttransistor-Schalter; schnelle Reaktionszeit; hoher Kontrast; kein Übersprechen; die einzige Klasse, die für technische Anwendungen geeignet ist |
TFT (Dünnschichttransistor) – Die Aktivmatrix-Ausführung
TFT-LCD ist die vorherrschende Aktivmatrix-Technologie. Jedes Pixel enthält einen Dünnschichttransistor, der in der Regel aus a-Si (amorphes Silizium) oder LTPS (Niedertemperatur-Polysilizium)—das als unabhängiger Schalter fungiert und die an die Flüssigkristallzelle dieses Pixels angelegte Spannung steuert. Dadurch wird das Übersprechen verhindert und eine präzise Graustufensteuerung ermöglicht.
Die TFT-Panel-Unterfamilien – entscheidend für die technische Auswahl:
| Panel-Typ | Betrachtungswinkel | Kontrastverhältnis | Reaktionszeit | Farbgenauigkeit | Beste Bewerbung |
|---|---|---|---|---|---|
| TN (Twisted Nematic) | Eng (~140°/120°) | ~600–1000:1 | Am schnellsten (0,5–5 ms) | Schlechte Farbwiedergabe; Farbverschiebung außerhalb der Achse | Kostenbewusste Anwendungen mit kurzer Reaktionszeit |
| IPS (In-Plane-Switching) | Weitwinkel (178°/178°) | ~1000:1 | Gut (5–14 ms) | Hervorragend; minimale Farbverschiebung | Farbkritische Anwendungen, medizinische Bildgebung, Anwendungen mit großem Betrachtungswinkel |
| VA (Vertikale Ausrichtung) | Mäßig (~160–178°) | Am höchsten (3000:1+) | Mäßig (16–25 ms) | Gut | Anwendungen mit hohem Kontrast, Überwachung, HMI |
| FFS (Fringe-Field-Switching) | Weitwinkel (178°/178°) | ~900–1500:1 | Gut (30 ms) | Hervorragend; höhere Lichtdurchlässigkeit als IPS | Hochwertige Displays für Mobilgeräte und den industriellen Einsatz |
Wichtige Warnung zur Beschaffung: Eine Angabe, die lediglich “LCD” lautet, reicht nicht aus. Ingenieurverträge muss Geben Sie “Aktivmatrix-TFT-LCD” und den Panel-Typ (TN/IPS/VA/FFS) ermitteln, um die Auslieferung von minderwertigen Passivmatrix-Displays zu vermeiden.
Abschnitt 2 – Umfassender Vergleich der technischen Daten (CRT vs. TFT-LCD)
Die folgende Tabelle bietet einen umfassenden Vergleich aller wichtigen technischen Parameter im Nebeneinander:
| Parameter | CRT (Kathodenstrahlröhre) | TFT-LCD (Dünnschichttransistor) | Technische Auswertung |
|---|---|---|---|
| Helligkeit (Luminanz) | 80–120 cd/m² (typisch); Varianten mit hoher Helligkeit bis zu 250 cd/m² | 170–500 cd/m² (kommerziell); industrielle Hochhelligkeit: 1000–1600 cd/m² | TFT bietet eine 2–10-mal höhere Helligkeit; entscheidend für Anwendungen im Außenbereich bzw. bei Sonnenlicht |
| Kontrastverhältnis | 350:1 bis 700:1 (typisch) | 150:1 bis 450:1 (früher); heute: 1000:1 (IPS); VA: 2500:1+ | Das echte Schwarz der CRT (ohne Lichtdurchschlag der Hintergrundbeleuchtung) bietet einen theoretischen Vorteil; moderne VA-Panels erreichen oder übertreffen den Kontrast der CRT |
| Farbspielraum | Theoretisch unbegrenzt (analoges Signal, keine Quantisierung durch Bittiefe) | NTSC 60–72% (Standard); professionell: 100%+ Adobe RGB | CRT hat bei der Farbwiedergabe weiterhin einen theoretischen Vorteil; TFT hat diesen Rückstand in der Praxis weitgehend aufgeholt |
| Farbtiefe | Analoge stufenlose Abstufung; kein Quantisierungsfehler | 6-Bit + FRC (262.000 Farben); 8-Bit (16,7 Millionen Farben); 10-Bit (1,07 Milliarden Farben) | Mindestens 8 Bit für professionelle Anwendungen; 10 Bit für medizinische Anwendungen und farbkritische Arbeiten |
| Reaktionszeit | < 1 ms (Elektronenstrahl – augenblicklich); praktisch unsichtbar | 20–50 ms (früher); heute: 5–14 ms (TN: 0,5–5 ms) | CRT ist bei extrem schnellen Bewegungen nach wie vor überlegen; moderne TFT-Bildschirme reichen für >95% der Anwendungen aus |
| Betrachtungswinkel | >150° (praktisch unbegrenzt) | TN: ~140°; IPS/FFS: 178°/178°; TFT mit großem Betrachtungswinkel: 89°/89°/89°/89° | IPS/FFS erforderlich für Anwendungen mit mehreren Betrachtern oder außerhalb der Achse |
| Native Auflösung | Keine – unterstützt flexibel mehrere Auflösungen | Behoben—muss mit der physikalischen Auflösung ausgeführt werden; eine Skalierung führt zu Unschärfe | Systemdesign muss Die GPU-Ausgabe an die native Auflösung des Bildschirms anpassen |
| Aktualisierungsrate | 50–160 Hz, einstellbar; >85 Hz, flimmerfrei | Fest eingestellt auf 60 Hz (typisch); hohe Bildwiederholfrequenz: 120 Hz+ | Die Bildwiederholfrequenz bei CRT-Bildschirmen bestimmt das Flackern; bei TFT-Bildschirmen bestimmt sie die Bildaktualisierung—verschiedene physikalische Phänomene |
| Konvergenzfehler | 0,20–0,30 mm möglich (Fehlausrichtung der RGB-Düsen) | Keine – jedes Pixel wird unabhängig gesteuert | TFT bietet schärferer Text und feinere Details |
| Geometrische Verzerrung | Möglich (Kissenverzerrung/Fassverzerrung) | Perfekt – keine geometrischen Fehler | TFT – unverzichtbar für CAD und präzise Kartierung |
| Defekte Pixel | Keine – keine “festgeklemmten” Pixel | Möglich (tote/helle Pixel) | In Verträgen muss die Pixeldefektklasse gemäß ISO 13406-2 angegeben werden |
| Stromverbrauch | 58–160 W (typischerweise 17–19″) | 18–48 W (Industrie-TFT); 6–8 W (kleine Industriegeräte) | TFT 3–5-mal energieeffizienter; erheblicher TCO-Vorteil |
| Elektromagnetische Emissionen | Erheblich – Hochspannungs-Elektronenstrahl erzeugt elektromagnetische Störungen (EMI) | Minimal – digitaler Niederspannungsantrieb | TFT lässt sich leichter hinsichtlich der industriellen EMV-Konformität zertifizieren |
| Physischer Platzbedarf | Tiefe > 400 mm; Gewicht 15–22 kg | Tiefe < 50 mm; Gewicht < 5 kg | TFT ermöglicht die VESA-Montage, die Integration in Rack-Systeme sowie Installationen unter beengten Platzverhältnissen |
| MTBF (Hintergrundbeleuchtung/Lebensdauer) | 30.000–50.000 Stunden (Alterung der CRT-Röhre) | LED-Hintergrundbeleuchtung: 50.000–100.000 Stunden | TFT bietet 2× längere Lebensdauer mit geringerem Wartungsaufwand |
Abschnitt 3 – Eingehende Leistungsanalyse nach Anwendungsszenario
Szenario A: Anzeige statischer Bilder (Büro, CAD, medizinisches PACS)
CRT-Leistung: Es gibt zwar keine Probleme mit geometrischen Verzerrungen, doch die Schärfe des Textes wird durch Konvergenzfehler (0,20–0,30 mm) eingeschränkt – die drei Elektronenstrahlen sind möglicherweise nicht perfekt aufeinander ausgerichtet, was zu Farbsäumen um feinen Text herum führen kann.
TFT-Leistung: Bei nativer Auflösung ist der Text außergewöhnlich scharf—Jedes Pixel ist präzise definiert, ohne analoge Ausrichtungsfehler. IPS-Displays mit einer Farbtiefe von 8 Bit oder 10 Bit bieten eine hervorragende Graustufenwiedergabe für medizinische PACS-Anwendungen.
Technisches Fazit: TFT gewinnt eindeutig. Bei medizinischen Anwendungen ist sicherzustellen, dass das Display den folgenden Anforderungen entspricht: DICOM Teil 14 Graustufen-Anzeigefunktion und integrierte Sensoren für die Hintergrundbeleuchtung zur Gewährleistung einer konstanten Helligkeit.
Szenario B: Zeitraffervideo und industrielle Bildverarbeitung
CRT-Leistung: Die Reaktionszeit ist praktisch sofort (<1 ms) – keine Bewegungsunschärfe, kein Geisterbild. Der Elektronenstrahl aktualisiert jedes Pixel praktisch augenblicklich.
TFT-Leistung: Frühe TFT-Bildschirme wiesen Reaktionszeiten von 20–50 ms auf, was zu sichtbaren Bewegungsunschärfen führte. Moderne Bildschirme mit schneller Reaktionszeit (TN: 0,5–5 ms) haben sich deutlich verbessert. Allerdings sind “Reaktionszeit” und “Bildwiederholfrequenz” unterschiedliche Parameter – beide beeinflussen die Bewegungsdarstellung.
Technisches Fazit: CRT-Bildschirme behalten einen theoretischen Vorteil bei extrem schnellen Bewegungen. Moderne TFT-Bildschirme mit hoher Bildwiederholfrequenz (120 Hz+) und einer GtG-Reaktionszeit von 95% der industriellen Bildverarbeitungs- und Überwachungsanwendungen ausreichend.
Szenario C: Professionelle Farbkorrektur und Druckproofs
CRT-Leistung: Ein breiter Farbraum, präzise Farbwiedergabe, tiefe Schwarztöne und keine Quantisierungsverluste machten den CRT-Bildschirm jahrzehntelang zum Goldstandard für farbkritische Arbeiten.
TFT-Leistung: Moderne 10-Bit-IPS-Panels mit 100%+ und Adobe-RGB-Abdeckung haben diese Lücke weitgehend geschlossen. Allerdings stellen die Schwarzwerte nach wie vor eine Einschränkung dar – das Durchscheinen der LCD-Hintergrundbeleuchtung verhindert das “echte Schwarz”, das bei CRT-Bildschirmen erreicht werden kann.
Technisches Fazit: Hochwertige TFT-Bildschirme (10-Bit-IPS mit Hardware-Kalibrierung) sind mittlerweile der de facto-Standard. CRT-Bildschirme sind für Neuinstallationen überholt, auch wenn sie in einigen älteren Arbeitsabläufen möglicherweise weiterhin bevorzugt werden.
Szenario D: Raue Umgebungsbedingungen in der Industrie und im Außenbereich
CRT-Leistung: Temperaturunempfindlich und unempfindlich gegenüber Verlangsamung bei Flüssigkristallen bei niedrigen Temperaturen. Allerdings anfällig für Vibrationen (Fadenbruch) und Störungen durch Magnetfelder.
TFT-Leistung: Die Auswahl der Klasse ist entscheidend. TFT in Handelsqualität: Betriebsbereich 0–50 °C. Industrielles TFT mit erweitertem Temperaturbereich: –20 °C bis +70 °C; die Variante für den Automobilbereich reicht von –30 °C bis +85 °C. Varianten mit hoher Helligkeit (>1000 cd/m²) gewährleisten die Lesbarkeit bei Sonneneinstrahlung.
Technisches Fazit: Ein industrielles TFT mit großem Temperaturbereich ist das die einzige praktikable Lösung für neue Industrieanlagen. CRT ist nicht mehr als neues Produkt erhältlich.
Szenario E: Wartung des Altsystems (Austausch der CRT)
Bei Systemen mit veralteten CRT-Schnittstellen (z. B. ältere CNC-Maschinen, alte medizinische Endoskopiesysteme) wird der direkte Austausch der CRTs zunehmend schwieriger – neue CRTs werden nicht mehr hergestellt.
Empfohlener technischer Ansatz: Geben Sie ein TFT-LCD-Nachrüstsatz—ein industrielles TFT-Panel mit einer integrierten Signalumwandlungskarte, die das ältere analoge Videosignal (VGA, Composite oder proprietär) in das digitale Schnittstellensignal des TFT umwandelt. Dies bietet eine langfristigere und kostengünstigere Lösung als die Beschaffung gebrauchte CRT-Röhren mit ungewisser Restlebensdauer.
Abschnitt 4 – Technische FAQs für Ingenieure
Frage 1: Warum weisen manche als “LCD” bezeichnete Bildschirme eine langsame Reaktionszeit und enge Betrachtungswinkel auf?
A: “LCD” ist eine weit gefasste Kategorie, die sowohl Passiv-Matrix (STN) und Aktiv-Matrix (TFT)-Technologien. Bei Passivmatrix-Displays kommen Zeilen- und Spaltenelektroden ohne pixelweise angeordnete Transistoren zum Einsatz, was zu einer langsamen Reaktionszeit, Übersprechen und schlechten Blickwinkeln führt. In den technischen Spezifikationen muss ausdrücklich “Active Matrix TFT-LCD” angegeben sein.” und den Panel-Typ (TN/IPS/VA/FFS) ermitteln.
Frage 2: Warum wirkt ein TFT-Bildschirm bei nicht nativen Auflösungen unscharf?
A: TFT-Panels verfügen über eine feste physikalische Pixelanordnung. Wird eine nicht native Auflösung eingespeist, wird die Anzeige Scaler (Skalierungs-Engine) Das Bild muss interpoliert werden, um es an die physikalischen Pixel anzupassen – ein Vorgang, der Unschärfe und Artefakte verursacht. Systemarchitekten müssen sicherstellen, dass die Grafikausgabe exakt der nativen Auflösung des Bildschirms entspricht.
Frage 3: Was entspricht bei TFT-Bildschirmen der “Bandbreite” bei CRT-Bildschirmen?
A: Die Bandbreite eines CRT (gemessen in MHz) bestimmt die maximale Kombination aus Auflösung und Bildwiederholfrequenz, die die analoge Elektronik verarbeiten kann. Bei TFT gibt es kein direktes Äquivalent – seine Leistungsfähigkeit wird bestimmt durch die Timing-Controller (TCON) und Datenübertragungsrate der Signalschnittstelle (LVDS-, eDP- oder HDMI-Bandbreite). Diese bestimmen die maximale Pixeltaktfrequenz und damit die maximale Auflösung und Bildwiederholfrequenz.
Frage 4: Sind “Reaktionszeit” und “Bildwiederholfrequenz” dasselbe?
A: Nein – sie messen unterschiedliche physikalische Phänomene:
- Reaktionszeit (ms): Die Zeit, die ein Flüssigkristall-Pixel benötigt, um von einer Graustufe in eine andere überzugehen. Bestimmt die Bewegungsunschärfe bzw. das Ghosting.
- Bildwiederholfrequenz (Hz): Die Anzahl der Aktualisierungen des gesamten Bildes pro Sekunde durch das Display. Bestimmt die Bewegungsflüssigkeit und das Auftreten von Bildreißen.
Beide Parameter beeinflussen unabhängig voneinander die Bewegungsqualität und müssen gemeinsam berücksichtigt werden.
Frage 5: Welche MTBF kann ich bei industriellen TFT-Displays erwarten?
A: TFT-Module in Industriequalität bieten in der Regel 50.000–100.000 Stunden MTBF für die LED-Hintergrundbeleuchtung. Das LCD-Panel selbst kann diesen Wert sogar noch übertreffen. Im Vergleich dazu beträgt die typische Lebensdauer von CRT-Bildschirmen 30.000 bis 50.000 Stunden – TFT bietet 2× längere Lebensdauer mit geringerem Wartungsaufwand. In Beschaffungsverträgen sollten MTBF-Prüfberichte vom Lieferanten verlangt werden.
Frage 6: Welche Norm für Pixelfehler sollte ich in Beschaffungsverträgen festlegen?
A: Geben Sie an. ISO 13406-2 Klassifizierung von Pixelfehlern. Für industrielle und medizinische Anwendungen, Klasse I (keine defekten Pixel) oder Klasse II (nur sehr wenige zulässig) ist typisch. Definieren Sie die Abnahmekriterien in der technischen Spezifikation klar und eindeutig, um Streitigkeiten bei der Wareneingangskontrolle zu vermeiden.
Abschnitt 5 – Entscheidungsmatrix für die technische Auswahl
| Auswahlkriterium | Prioritätskennzahl | CRT | TFT-LCD | Empfehlung |
|---|---|---|---|---|
| Farbgenauigkeit | Farbraum, Bittiefe, Schwarzpegel | ★★★★★ | ★★★★☆ (10-Bit-IPS) | CRT hat einen theoretischen Vorteil; TFT reicht für mehr als 951 TP3T-Anwendungen aus |
| Bewegungsschärfe | Reaktionszeit, Bewegungsunschärfe | ★★★★★ | ★★★★☆ (moderne, rasante Panels) | CRT ist bei extrem hohen Bildwiederholraten nach wie vor überlegen; TFT ist für die meisten Anwendungen ausreichend |
| Textschärfe | Konvergenzfehler, native Auflösung | ★★★☆☆ | ★★★★★ | TFT gewinnt souverän |
| Physikalische Integration | Tiefe, Gewicht, Befestigungsmöglichkeiten | ★☆☆☆☆ | ★★★★★ | TFT gewinnt souverän |
| Energie-Effizienz | Stromverbrauch, Wärmeabgabe | ★☆☆☆☆ | ★★★★★ | TFT gewinnt souverän—3–5-mal geringere Leistung |
| Umwelttoleranz | Großer Temperaturbereich, Vibration, Stoßbelastung | ★★★☆☆ | ★★★★☆ (Industriequalität) | TFT mit großem Temperaturbereich ist der moderne Standard |
| Stabilität der Lieferkette | Verfügbarkeit neuer Produkte, Ersatzteile | ★☆☆☆☆ (nicht mehr erhältlich) | ★★★★★ | TFT ist die einzig sinnvolle Wahl für neue Designs |
Schlussfolgerung und technische Zusammenfassung
Das Erbe der CRT
Die CRT-Technologie bietet nach wie vor echte technische Vorteile in drei Bereichen: Reaktionszeit in Echtzeit (<1 ms), echte Schwarzwerte (kein Backlight Bleed) und theoretisch unbegrenzte Farbabstufungen. Allerdings sind CRTs wird nicht mehr hergestellt, weisen einen hohen Stromverbrauch (58–160 W), einen enormen Platzbedarf, elektromagnetische Emissionen und eine begrenzte Lebensdauer auf.
Die TFT-Realität
Die moderne TFT-LCD-Technologie hat sich zu einer robusten, leistungsstarken technischen Lösung entwickelt. In Bezug auf Helligkeit (170–1600 cd/m²), Textschärfe, Energieeffizienz (18–48 W), physikalische Integration und Lebensdauer (50.000–100.000 Stunden) bietet TFT übertrifft CRT bei weitem. In Bezug auf Farbgenauigkeit und Reaktionszeit bei Bewegungen hat TFT die Lücke weitgehend geschlossen—Moderne 10-Bit-IPS-Panels und Panels mit einer Reaktionszeit von unter 5 ms erfüllen die Anforderungen aller professionellen Anwendungen, mit Ausnahme der extremsten.




